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Der Atlantikwall in Dänemark

The Atlantic Wall in Denmark - Atlantvolden i Danmark

(os) Während des Zweiten Weltkriegs wurde von den deutschen Besatzern geplant und begonnen die Atlantikküste mit einem „Gürtel von Bollwerken“ auf einer Länge von ca. 5000 km auszubauen, dem sogenannten Atlantikwall.

Eine Befestigungslinie, die mit tausenden Bunkern (ca. 8000) und verschiedenen Verteidigungsgeräten eine britische Invasion verhindern sollte.

Besetzt von den Deutschen und somit von Planung und Bau betroffen, waren in den Jahren 1942 bis 1944 die Küsten der Länder: Frankreich, Belgien, Niederlande, Dänemark, Norwegen, die britischen Kanalinseln und natürlich die deutsche Nordseeküste.

Auf einer Länge von ca. 2.685 km zog sich die Verteidigungslinie „der Atlantikwall“ an der Küste entlang. Die Städte an den besetzen Küsten wurden von Hitler zu Festungen erklärt und zum Teil bis zur Kapitulation gehalten.

An Dänemarks Westküste wurden ca. 1800 verschiedene Bunker errichtet. Diese „Regelbauten“ wurden in verschiedenster Ausführung an den Stränden, in den Dünen und in den Städten, unter anderem der „Festungsstadt“ Esbjerg errichtet.

Viele dieser Bunker können heute noch besichtigt werden. Nach der Kapitulation der deutschen Truppen in Dänemark am 5. Mai 1945, wurden viele Stützpunke binnen weniger Tage geräumt.

In den Bunkern existieren keine Ausrüstungen oder Einrichtungen mehr. Selbst das wertvolle Metall (Türen und Schießscharten) wurden zu einem großen Teil abgerüstet und wiederverwendet. Mit einzelnen Ausnahmen, wie sich im Juli 2008 in der Nähe von Ringkøbing zeigte. Dort wurde direkt an der Küste ein komplett eingerichteter Bunker, ein Regelbau 501, vom Flugsand wieder freigegeben.

Durch fehlende Türen, Absicherungen und offene Schächte ist eine Besichtigung der Anlagen - sofern sich die Bunker nicht auf privaten Grundstücken befinden - häufig sehr einfach.

Es sollte sich darin aber sehr vorsichtig und niemals allein bewegt werden, die Bauten wurden nicht für Touristen und Entdecker gesichert. Viele Regelbauten werden fortlaufend durch Natureinflüsse zum Teil sehr stark beschädigt und sind einsturzgefährdet.

Viele Bunker liegen heute noch am Strand von Blåvand (Blavand), Fanø (Fanø) und an der Küste entlang Richtung Norden. Oft als Schandfleck der Vergangenheit angesehen, für kleine und große Entdecker jedoch ein Abenteuer.